Geschichte

Es war einmal ein Gasthaus…


Die Existenz des Anwesens lässt sich bis ins Jahr 1605 zurückverfolgen.
Der Segensspruch im Eckquader des Fachwerkhauses stammt vermutlich aus jener Zeit. 
Das prächtige Fachwerk wurde von einem Zimmermann  aus der Pfalz, „dem Landauer“, um 1626 gefertigt, blieb jedoch unter Putz verborgen.

1936 kaufte mein Großvater,  Metzgermeister Josef Haas, die Krone und begann noch während des Krieges mit ersten Umbaumaßnahmen. Doch erst 1950 wurde das Fachwerk entdeckt und freigelegt. Die „Krone“ war im 18. Jahrhundert auch Station der Postkutsche, der ehemals im Innenhof gelegene Stall diente zum Pferdewechsel. Eine große Tränke aus einem massiven Sandstein

mit Wappen und der Jahreszahl 1832 ist noch erhalten. Solange Denzlingen unter fürstlicher Verwaltung stand,  war der große Saal im 1. Obergeschoss Gerichtsstandort, wovon der Name „Krone“ und das  Sandsteinwappen vor dem Haus heute noch zeugen. Wie seit jeher üblich, hängt als Zeichen des Realwirtschaftsrechts ein Schmiedeeisernes Wirtshausschild bis heute an der Giebelseite des Gasthauses. Auch die einstige Dorfwaage befand sich hier, die oberirdische Mechanik ist noch sichtbar. Hier haben die Bauern der Umgebung ihre Waren und das Vieh gewogen, um es anschließend zu verkaufen.  Ein Rechnungsbeleg der Gemeindeverwaltung aus dem 16. Jahrhundert bezeugt diese lange Tradition, die bis Ende der Siebzigerjahre zum Alltag in der „Krone“ gehörte .

Und so sind die Jahrhunderte verstrichen und unsere Krone hat viele Veränderungen durchlebt – aber damals wie heute finden Reisende hier eine gemütliche Unterkunft und herzliche Gastfreundschaft.